Bestzeiten, Comebacks und jede Menge gute Stimmung
16.09.2026: (OK) - Knapp 13.000 Läuferinnen und Läufer waren in diesem Jahr auf den verschiedenen Strecken des swb Marathons in Bremen unterwegs. Bei bestem Laufwetter mit teilweise sonnigen, allerdings auch windigen Bedingungen ging es durch die Stadt – begleitet von zahlreichen Zuschauerinnen und Zuschauern, Musik, Anfeuerungsrufen und einer insgesamt herausragenden Stimmung an der Strecke. Auch die Laufteams des SV Werder Bremen waren mit zahlreichen Aktiven vertreten und zeigten auf der Marathon-, der Halbmarathon- und der 10-Kilometer-Distanz starke Leistungen.Nachdem für den Renntag zunächst Regen angekündigt worden war, konnten sich die Teilnehmenden über deutlich bessere Bedingungen freuen. Zwar frischte der Wind an einigen Stellen auf, doch die Sonne ließ sich immer wieder blicken und sorgte für ein rundum gelungenes Laufwochenende. Dass der swb Marathon in diesem Jahr so gut besucht war wie wohl noch nie, war nicht nur an den Teilnehmerzahlen zu erkennen. Auch entlang der Strecke herrschte eine besondere Atmosphäre. Viele Bremerinnen und Bremer nutzten das Ereignis, um die Läuferinnen und Läufer lautstark zu unterstützen.
Philipp Bergmeyer verbessert seine Marathonzeit deutlich
Über die klassische Marathondistanz von 42,195 Kilometern überzeugte Philipp Bergmeyer mit einer starken persönlichen Bestzeit. Nach 3:12:45 Stunden erreichte er das Ziel und blieb damit deutlich unter seiner bisherigen Bestmarke. Besonders beeindruckend: Seinen ersten Marathon im Vorjahr hatte Philipp noch in 3:54 Stunden absolviert. Damit verbesserte er sich innerhalb eines Jahres um gut 41 Minuten.
Diese Entwicklung ist ein schöner Beleg für konsequentes Training und eine gute Vorbereitung. Auf den 42,195 Kilometern musste Philipp nicht nur ein hohes Tempo halten, sondern auch mit den wechselnden Bedingungen und dem Wind umgehen. Am Ende wurde sein Einsatz mit einer hervorragenden persönlichen Bestzeit.
Auch Lukas Meie zeigte über die Marathonstrecke eine starke Leistung. Er absolvierte den Lauf in 3:16:11 Stunden und blieb damit ebenfalls klar unter dreieinhalb Stunden. Sebastian Anders komplettierte das Marathon-Team des Laufteam A. Für ihn blieb die Uhr nach 4:13:54 Stunden stehen.
Starke Zeiten im Halbmarathon
Im Halbmarathon über 21,0975 Kilometer gingen gleich mehrere Läuferinnen und Läufer des SV Werder Bremen an den Start. Besonders schnell unterwegs war Finn Gerdes. Mit einer Nettozeit von 1:20:22 Stunden belegte er Platz zwölf der Gesamtwertung. Für Finn war der Start in Bremen zugleich ein wichtiger Bestandteil der Vorbereitung auf den Berlin Marathon. Die schnelle Zeit dürfte dabei zusätzlich Selbstvertrauen für die kommenden Trainingswochen geben.
Nur wenige Minuten später erreichte Jan-Hendrik Lafrenz das Ziel. Er lief 1:24:01 Stunden und kam damit auf Platz 30 der Gesamtwertung. Auch Janek Knapp absolvierte einen gelungenen Halbmarathon. Seine Zeit: 1:34:31 Stunden.
Auch aus dem B-Team gab es viele erfreuliche Ergebnisse. So lief beispielsweise Sven Linnemann nach 1:44:22 durch den Zielbogen, dicht gefolgt von Lutz Kreuzgrabe, der 1:47:40 lief. Carolin Korf (2:03:44) und Anika Jaeger (2:07:12) kamen Beide kurz nach der 2-Stunden Marke ins Ziel und freuten sich ebenfalls sehr den Lauf erfolgreich absolviert zu haben. Hubert Frick strahlte im Ziel ebenfalls glücklich, seine Zeit betrug 2:11:08.
Eine besondere Aufgabe übernahm Anthea Klingelhöfer. Sie lief den Halbmarathon in genau 2:00:00 Stunden und begleitete dabei ihre Freundin über die Strecke. Als Pacemakerin sorgte sie dafür, dass das angestrebte Tempo gehalten wurde und am Ende die gewünschte Zielzeit erreicht werden konnte. Gerade solche gemeinsamen Lauferlebnisse machen die besondere Atmosphäre eines Stadtlaufs aus: Nicht immer steht die eigene Bestzeit im Mittelpunkt. Manchmal geht es darum, jemanden zu unterstützen, gemeinsam durchzuhalten und zusammen erfolgreich ins Ziel zu kommen.
Schnelle Zeiten auf den 10 Kilometern
Auch auf der 10-Kilometer-Strecke war das Laufteam A erfolgreich vertreten. Steffen Behrens lief 34:39 Minuten und belegte damit Platz 21 der Gesamtwertung. Ansgar Korf kam nach 35:15 Minuten ins Ziel und erreichte Platz 24. Beide zeigten damit eindrucksvoll, dass sie auf der kurzen Distanz mit zu den schnellsten Läufern des Feldes gehören.
Für Christian Stöwer war der 10-Kilometer-Lauf eine wichtige Standortbestimmung auf dem Weg zu seinem nächsten Ziel. In Vorbereitung auf den Valencia Halbmarathon im Oktober absolvierte er die Strecke in 48:53 Minuten. Der Lauf bot ihm die Möglichkeit, den aktuellen Trainingsstand unter Wettkampfbedingungen zu überprüfen und weitere Kilometer für die Vorbereitung zu sammeln.
Schnellste Werderanerin an diesem Tag auf der 10 km Strecke war Antje Wolter, die nach 55:53 Minuten im Ziel ankam. Kurz danach folgte Peter Rüdel in 56:31 Minuten, womit er Zweiter in der Wertung der M75 wurde. Ebenfalls noch unter der 1-Stunde Marke blieben Thomas Müller (57:21 min) sowie Marc Schröder (58:48 min).
Ein besonders schöner Moment war außerdem das Comeback von Tobias Bunselmeyer. Nach langer Verletzungspause kehrte er beim swb Marathon wieder ins Wettkampfgeschehen zurück. Tobias benötigte 1:02:09 Stunden für die zehn Kilometer und begleitete dabei einen Freund über die Strecke. Das Ergebnis war damit nicht nur eine Zeit auf der Uhr, sondern vor allem ein wichtiger Schritt zurück in den Laufalltag.
Bremen läuft gemeinsam
Der swb Marathon zeigte einmal mehr, was den Bremer Stadtlauf so besonders macht. Auf den verschiedenen Strecken kamen ambitionierte Sportlerinnen und Sportler, Freizeitläufer, Wiedereinsteiger und viele Menschen zusammen, die einfach Freude am Laufen haben. Die knapp 13.000 Teilnehmenden sorgten für ein großes und buntes Läuferfeld, das sich durch die Straßen Bremens bewegte.
Die Unterstützung an der Strecke war dabei besonders spürbar. An vielen Punkten feuerten Zuschauerinnen und Zuschauer die Aktiven an, sorgten mit Musik für zusätzliche Motivation und machten den Lauf zu einem echten Gemeinschaftserlebnis. Gerade auf den langen Distanzen können solche Momente entscheidend sein. Wenn die Beine schwer werden und der Wind auffrischt, hilft jede bekannte Stimme und jedes Lächeln am Straßenrand.
Parallel zum swb Marathon startete Jan Leßmann als Teilnehmer der Mitteldistanz-Staffel bei der 45. Challenge Almere-Amsterdam, dem ältesten europäischen Triathlon. Im Rahmen der Staffel lief er den Halbmarathon und das in einer neuen persönlichen Bestzeit von 1:29:50, auch das ein toller Erfolg für Grün-Weiß.
