Carolin Evers springt U20 WM Quali

22.06.2026: (OK) - Beim „Tag der Überflieger“, einem ganz besonderen Sprungmeeting auf dem Kennedyplatz in Essen, sprang Carolin Evers erstmals höher als 1,80 Meter und knackte damit die U20 WM Qualinorm.

Es war ein überaus spannender und besonderer Wettkampftag für die talentierte Hochspringerin in Grün-Weiß. Erstmals war sie als Werder Athletin bei dem sehr gut besetzten Springermeeting in Essen dabei und präsentierte sich dabei zur passenden Zeit in absoluter Topform.

Mit übersprungenen 1,83 Meter gelang Carolin neben der persönlichen Bestleistung, die sie erst vor knapp zwei Wochen auf 1,78 Meter verbessern konnte, ein neuer Meetingrekord, die A-Norm für die Deutschen Meisterschaften sowie, und das ist das ganz besondere Highlight, die WM Norm für die U20 Titelkämpfe, die Anfang August in Eugene ausgetragen werden. Sie selbst konnte ihr Glück kaum fassen: „Ich hatte schon vor zwei Wochen das Gefühl, dass noch mehr in mir steckt, auch wenn ich es bisher noch nicht ganz zeigen konnte. Als ich dann heute über 1,81 m gesprungen bin und damit die WM-Norm knacken konnte, habe ich mich schon riesig gefreut. Dass dann auch noch die 1,83 m direkt im ersten Versuch geklappt haben, war einfach unglaublich. Bisher ist es eine so tolle Saison.“

Das kann auch Friedelinde Petershofen von sich behaupten. Die Stabhochspringerin ging in Essen ebenfalls an den Start und sprang jeden ihrer gültigen Versuche im ersten Durchgang. Am Ende stand die Einstellung ihrer persönlichen Bestleistung von 4,35 Meter in der Ergebnisliste, auch für sie ein ganz toller Erfolg im Hinblick auf die nächsten Wettkämpfe.

Etwas durchwachsen verliefen dagegen die norddeutschen Meisterschaften der U16 und U20 in Lübeck. Dies zeigte sich bereits bei der Anfahrt am Samstag, wo durch eine Umleitung bei Hamburg der Verkehr derart ins Stocken geriet, dass aus den geplanten 2 Stunden Fahrtzeit letzten Endes 6 Stunden wurden. „Das war wirklich bitter, denn dadurch verpasste beispielsweise Paula ihren gesamten Stabhochsprungwettkampf, bei dem sie eine Chance auf eine Top-3 Platzierung hatte“, so Sportwart Andrei Fabrizius. 

Und auch die Sprinterinnen hatten nur 25 Minuten Zeit vor ihrem Start um sich vorzubereiten. Dafür machten Magdalena Linke, Ada Mafalda Scholten, Fina Frankenstein und Destiny Igbinoba es dann aber gut, liefen 49,40 sec und landeten in der Endabrechnung auf dem sechsten Rang. 

Deutlich besser lief es im Hochsprung für Malin Sulenski. Die U20 Athletin übersprang 1,64 Meter und sicherte sich damit erstmals in ihrer Leichtathletikkarriere einen Vizetitel bei norddeutschen Meisterschaften. Motiviert von diesem Ergebnis verbesserte sie auch im Speerwurf mit 31,81 Meter (Rang 6) ihre persönliche Bestleistung. 

Im Hürdensprint der M15 bestätigte Lennart Röpke seine hervorragende Form. Im Vorlauf lief er mit einer zeit von 10,90 sec erneut deutlich unter 11 Sekunden und ging voll motiviert ins Finale. Dort bestätigte er seine super Form mit 10,86 sec und gewann souverän den NDM Titel. „Bemerkenswert war, dass Lennart mit 1,9 m/sec Gegenwind gelaufen ist, was schon nicht ganz ohne ist“, so sein Trainer Lars Keffel. „Lennart konnte sich mit diesem Erfolg seinen bis jetzt höchsten Titel ergattern. Nebenbei war er der einzige Starter, der unter den 11 Sekunden blieb.“

In knapp drei Wochen stehen für den Hürdensprinter die Deutschen Meisterschaften an, auf die er sich schon sehr freut, da sie auch in einem tollen Leichtathletikstadion in Bochum ausgetragen werden. 

Ebenfalls heiß auf gute Ergebnisse in Lübeck war Benjamin Beta über 110m Hürden der U20. Der Werderaner lief im Vorlauf eine Zeit von 14,59 sec und war damit der Tagesschnellste. Im Finale wollte er dann noch einmal einen drauflegen…nur leider passierte ihm ein Missgeschick, ein Fehlstart, der zur sofortigen Disqualifikation führte. „Das war natürlich sehr ärgerlich, da die Konkurrenz fast eine halbe Sekunde langsamer lief als Benjamin. Für den Titel hätte er eigentlich nur durchkommen müssen, aber so ist das im Sport. Bei der DM in Bochum läuft es dann sicher wieder besser“, fasste es Coach Lars Keffel zutreffend zusammen.

Ebenfalls im Hürdenlauf ging Magdalena Linke an den Start und erwischte einen nicht so guten Vorlauf mit 15,42 sec. Sie nahm sich ihren „Fehlern“ aber an und konnte im Finale mit 14,95 sec deutlich schneller laufen und den 7. Platz erzielen. Auch für sie verschiebt sich der Fokus auf die DM in Bochum.