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Fabian Linne

Linne sprintet zu DM-Silber

25.02.2019: (OK) - Beim abschließenden Höhepunkt der Indoor-Saison 2019, den Deutschen Jugend Hallenmeisterschaften im schönen Sindelfinger Glaspalast, setzte Fabian Linne mit einem tollen zweiten Rang über 200 Meter den Glanzpunkt aus Bremer Sicht.

Bereits im Vorlauf wurde sehr deutlich, dass für Fabian Linne an diesem Wochenende eine Medaille greifbar nah ist. Der Werderaner sprintete auf der 200 Meter Hallenrunde vom Start an vorneweg und qualifizierte sich in 21,59 sec als zweitbester Athlet sehr souverän für das Finalrennen. Dort traf er im schnelleren der zwei gleichwertigen Finalrennen auf den Erfurter Luis Brandner, der einen Tag zuvor bereits auf der 60 Meter Strecke die Goldmedaille gewann.

Linne, der auf Bahn 3 ins Rennen ging, blieb im Finale immer dran an Brandner und holte auf der Zielgeraden sogar noch einige Meter auf, am Ende stand eine Zeit von 21,54 sec sowie der Silberrang zu Buche. „Fabian hat sich toll präsentiert und ist mit dem Druck zu den Favoriten zu zählen hervorragend klargekommen“, so sein Trainer Andriy Wornart. Dem konnte sich auch Sportwart Andrei Fabrizius anschließen, der sich besonders freute, „dass es uns beim SV Werder Bremen seit Jahren gelingt immer wieder mit DM-Medaillen zurückzukehren. Das ist schon ein Qualitätsmerkmal für die klasse Arbeit im gesamten Trainerteam und im Verein.“

Ihr DM-Debüt feierte in Sindelfingen, ebenfalls auf der 200 Strecke, Yelena Pelz. Die talentierte Nachwuchssprinterin musste sich erst einmal an die Gegebenheiten und Besonderheiten einer nationalen Meisterschaft gewöhnen (in Sindelfingen gibt es beispielsweise nur einen kleinen Aufwärmbereich und keine Möglichkeit vor den Läufen die Spikes anzuziehen). Ihre Nervosität legte sie aber schnell ab und zeigte mit einer neuen persönlichen Bestzeit von 25,14 sec und Rang 14 (gemeldet war sie als 26.) was in ihr steckt. Man kann davon ausgehen, dass man von Yelena Pelz noch so einiges hören wird im Sommer und in den nächsten Jahren.

Im Winterwurf trat Wiebke Oelgardt an. Die Athletin aus der Trainingsgruppe von Roman Fricke schrieb am Freitag noch eine wichtige Klausur in der Schule und reiste anschließend direkt zu den Deutschen Meisterschaften. Dort gelang ihr im ersten Versuch des Speerwurfwettbewerbs gleich ein toller Versuch von 41,37m. Leider konnte sie sich anschließend nicht weiter verbessern, so dass sie den Endkampf der besten acht Athletinnen als Neunte um knappe zwei Zentimeter verpasste. „Das war etwas schade, aber es gehört zum Sport dazu. Wiebke hat alles gegeben und ein Top-10 Rang in Deutschland ist schon wirklich gut“, so ihr Coach.

Gar nicht rund lief es derweil für Weitspringer Tim-Ole Silze. Er hatte sich für das Hallenhighlight viel vorgenommen, wollte rund um die 7 Meter springen und die Top-8 angreifen. Leider übertrat er aber bei seinen ersten beiden Versuchen das Absprungbrett, so dass es auf den dritten Durchgang ankam ob er überhaupt noch drei weitere Versuche bekommen sollte. Und in diesem dritten Sprung passte der Anlauf nicht, Silze brach ab und machte nur einen großen Schritt in die Grube. Gemessen wurden 3,71m, gleichbedeutend mit dem 14. und letzten Rang. „Tim-Ole wird an dieser Erfahrung aber wachsen, da bin ich mir ganz sicher“, fasste es Trainer Roman Fricke zusammen.

Das 4x200m Staffelteam der männlichen Jugend (Noah Olabisi, Rasmus Klamka, Leo Haupt, Jannick Schneider) hatte ebenfalls kein Glück. Bereits beim ersten Wechsel von Noah Olabisi auf Rasmus Klamka übertraten die Jungs die Wechselzone, so dass sie nachträglich disqualifiziert wurden. „Das war echt schade, denn die vier Sprinter hätten es sich verdient gehabt mit einem Resultat nach Hause zu kommen“, so Fabrizius. Trotz der Enttäuschungen war es aber auch in diesem Jahr eine hervorragende Hallensaison der grün-weißen Athleten und man darf gespannt sein wie sie nach den Trainingslagern im April in die Freiluftsaison starten werden.